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Warum sich Koi scheuern!

Koi Karpfen
Nippon Direct – Warum sich Koi scheuern!

Jeder Koibesitzer hat sicher schon einmal gesehen, dass sich seine Tiere scheuern. Dies geschieht hauptsächlich am Teichboden aber auch an Gegenständen oder Pflanzen und ist meistens ein Anzeichen für Haut- oder Kiemenirritationen (Juckreiz).

In geringem Maße ist das natürlich ein normales Verhalten; wir kratzen uns schließlich auch einmal, aber es kann auch ein Symptom für eine Erkrankung sein. Genaues Beobachten ist wichtig, um das zu differenzieren und Krankheiten frühzeitig zu erkennen.

Der Koi scheuert sich mehr als sonst!

An eine Erkrankung sollte man denken, wenn sich die Koi mehr als sonst sehr ausgiebig scheuern um die Ursache „abzuschütteln“, und wenn mehrere Koi gleichzeitig betroffen sind. Allerdings kann auch nur ein Fisch einen starken Parasitenbefall zeigen, wenn es sich um ein geschwächtes (immunschwaches) Einzeltier handelt. In diesem Fall haben die anderen Koi im Teich sicher auch Parasiten, aber in so geringem Maße, dass sie nicht beeinträchtigt sind. Dann sollte man den Koi untersuchen, der die Symptome zeigt. Auch lässt sich parallel oft feststellen, dass die Fische vermehrt springen. Möglicherweise zeigen sich auch Rötungen oder Verletzungen der Haut, die durch das Verhalten der Koi verursacht werden können. Auch können ab und an weitere Symptome  gesehen werden, die mit der Grunderkrankung zusammen hängen (verschleimte Kiemen, milchige Beläge, Atemnot…).

Würmer unter dem Mikroskop
Nippon-Direct – Würmer unter dem Mikroskop

 

Da dieses Symptom „Scheuern“ ganz unterschiedliche Ursachen haben kann, sollte in diesem Fall nicht einfach ins Blaue hinein behandelt werden, da nur eine klare eindeutige Diagnose eine effektive schnelle Therapie ermöglicht. Zur Klärung der Erkrankung muss ein Haut- und Kiemenabstrich gemacht werden, um Parasiten nachzuweisen oder auszuschließen; auch eine Tupfernahme für eine bakterielle Untersuchung kann erforderlich sein. Scheuern ist auch nur im Anfangstadium einer Krankheit zu beobachten im weiteren Verlauf der Krankheit ist der Fisch zu geschwächt.

Zuerst möchten wir auf die Erkrankungen durch Parasiten eingehen, da dies sicher die häufigste Ursache ist. Jeder Parasitenbefall ist von der Wassertemperatur abhängig: Bei höheren Temperaturen können sie sich wesentlich schneller vermehren und damit in für die Fische schädliche Bereiche ansteigen.

Helminthen (Würmer)

Monogenea (Haut- und Kiemenwürmer)

Diese Parasiten sind relativ häufig und der Befall kann je nach Befallsstärke symptomlos verlaufen, aber auch Scheuern, Unruhe, Verschleimen der Kiemen bis hin zu Atemnot hervorrufen. Da Monogenea über einen Hakenapparat verfügen, mit dem sie sich festhaken und sich von Körpersekret und Epithel ernähren, entstehen auch Mikroverletzungen, die Sekundärinfektionen Tür und Tor öffnen.

Dactylogyrus spp. (Kiemenhakensaugwürmer)

Kiemenhakensaugwürmer sind zwischen 0,1 mm und 2 mm groß und besiedeln vorwiegend die Kiemen, können aber auch auf der Haut gefunden werden. Sie geben Eier ins umgebende Wasser ab, die extrem widerstandsfähig sind und auch im Teich überwintern.

Hauthakensaugwürmer
Nippon – Direct – Hauthakensaugwürmer

Gyrodactylus spp. (Hauthakensaugwürmer)

Hauthakensaugwürmer sind zwischen 0,3 mm und 0,9 mm groß und finden sich vorwiegend auf der Haut und gelegentlich auf den Kiemen. Sie sind lebendgebärend und können in kürzester Zeit einen Massenbefall der Koi verursachen, gefördert auch durch eine Schwächung der Fische bei ungünstigen Umweltbedingungen.

Beide Arten können auch einige Tage ohne den Koi als Wirt überleben. Sie lassen sich über einen Abstrich unter dem Mikroskop nachweisen.

Hirudinea – Fischegel

Fischegel (Piscicola geometra) kommen vor allem in naturnahen Teichen ab und an vor. Sie sind aufgrund ihrer Größe von 2-5 cm mit bloßem Auge deutlich zu erkennen. Diese Parasiten heften sich am Koi an und saugen Blut. Dieser Blutverlust und die Gefahr von Sekundärinfektionen können den Fischen gefährlich werden. Beseitigt werden können Fischegel bei einem geringen Befall manuell mit anschleißender Desinfektion, ansonsten müssen die Tiere aus dem Teich ausquartiert und der Teich saniert werden.

Koi mit Fischegel-Befall
Nippon Direct – Koi mit Fischegel-Befall

 

Protozoen (Einzeller)

Weißpünktchen- oder Grieskörnchenkrankheit

Die Weißpünktchen- oder Grieskörnchenkrankheit wird durch Ichthyophthirius multifiliis, einen 20-50 μm großen Schwärmer verursacht, welcher sich zur Reifung in die Haut und die Kiemen einbohrt und sich von Epithel und Sekret ernährt. Der ausgewachsene Parasit verlässt den Wirt, heftet sich an einen Gegenstand an und teilt sich, wobei dieser Vorgang temperaturabhängig ist. Am schnellsten verläuft er im Sommer. So ist in kürzester Zeit ein Massenbefall möglich. Die Fische sind hier komplett von weißen Pünktchen übersäht, was im Teich teilweise schwer zu erkennen ist. Ein endgültiger Nachweis kann auch unter dem Mikroskop erfolgen.

Costia

Auch Costia (Ichthyobodo necatrix) ist ein 10-15 μm großer Parasit, der durch Flagellen befähigt ist sich aktiv zu bewegen und Wirte zu suchen. Er heftet sich mittels Saugnapf an und ernährt sich vom Haut- und Kiemenepithel, was zu massiven Schädigungen und der Gefahr der Sekundärinfektionen führt. Ein Nachweis erfolgt auch hier unter dem Mikroskop.

 

Protozoen
Nippon-Direct – Protozoen

 

Herzförmige Hauttrüber

Chilodonella piscicola, der große herzförmige Hauttrüber, ist 40-60 μm groß und tritt oft zusammen mit anderen Parasiten gemeinsam auf. Er bewegt sich mit Hilfe von Zilien auf der Fischoberfläche und ernährt sich von Zellabsonderungen. Gerade bei geschwächten Koi kann dieser Parasit die Schleimhaut zerstören und einen Massenbefall bewirken. Der Nachweis erfolgt durch die Begutachtung von Abstrichen unter dem Mikroskop.

Trichodina bzw. Trichodinella

Trichodina spp. bzw. Trichodinella spp. sind 30-90 μm kleine Parasiten, die im Teichwasser leben und erst bei einem Massenvorkommen oder bei geschwächten Koi gefährlich werden. Dann ernähren sie sich von Haut- und Kiemenepithel und verursachen wie die vorhergehenden Einzeller Trübungen, Atemprobleme und ermöglichen das Eindringen von Erregern die Sekundärinfektionen verursachen. Neben der Beseitigung dieser Parasiten ist es auch dringend geraten, die Ursache für die Schwächung der Fische zu ermitteln und dieser entgegen zu wirken.

Trichodina
Nippon-Direct – Trichodina

 

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Parasitäre Krebse (Copepoda)

Ankerwürmer

Die bis zu 20 mm großen Ankerwürmer (Lernaea spp.) ähneln vom Aussehen her mehr Würmern als Krebsen. Die weiblichen erwachsenen Tiere verhaken sich nach mehreren Larvenstadien mit ankerartigen Fortsätzen tief in Haut und Kiemen der Koi Fische und ernähren sich von Blut und Hautschleim und geben Eier in das Wasser ab. Die erwachsenen weiblichen Ankerwürmer lassen sich mit dem bloßen Auge erkennen, sind aber selten in Koiteichen zu finden, da sie meist schon vom Importeur identifiziert und manuell beseitigt werden.

 

Karpfenlaus
Nippon-Direct – Karpfenlaus

Karpfenläuse

Karpfenläuse (Argulus spp.) sind ebenfalls mit dem bloßen Auge zu erkennen. Sie stechen die Koi Karpfen mit einem Stachel (Stilett), über den Gift injiziert wird und ernähren sich vom Blut des Wirtes. Die Eier werden vorwiegend an Pflanzen abgelegt und können auch die Wintermonate überdauern. Der Lausbefall führt zu deutlichen Verhaltensänderungen der Fische. Sie werden scheu und schreckhaft, scheuern sich um die Lästlinge zu entfernen. Die Wunden sind von einem Wall umgeben und blutig. Hier besteht die Gefahr, dass sich Sekundärinfektionen bilden können; auch die Übertragung von Bakterien und Viren ist möglich.

Koi mit Karpfenlaus
Nippon-Direct – Koi mit Karpfenlaus

 

Gezielte Behandlung der Koi Fische

Bevor mit einer gezielten Behandlung der Koi begonnen werden kann, muss geklärt werden ob es sich um einen Parasitenbefall handelt und wenn dies der Fall ist um welchen Parasiten. Zur Abklärung führt man einen Haut – bzw. Kiemenabstrich durch. Bei der Behandlung ist darauf zu achten, dass das richtige Medikament in der richtigen Dosierung und ausreichend lange angewendet wird. Da die Behandlung meist über das Wasser stattfindet, ist eine genaue Kenntnis über das Teichvolumen und die Filtermethode erforderlich, da es sonst zu Unterdosierungen und daraus resultierenden Resistenzen der Parasiten und nicht erfolgreichen Behandlungen kommen kann. Auch die Bepflanzung kann einen Einfluss auf die Dosierung haben. Die Verträglichkeit der Medikamente ist bei den Fischarten sehr unterschiedlich, dies muss bei Teichen, die nicht ausschließlich mit Koi besetzt sind, berücksichtigt werden. Die Filterbakterien und Kleinstlebewesen im Teich können durch die Präparate ebenfalls beeinflusst werden. Wenn nur ein sehr geringer Befall festgestellt wird, muss nicht immer sofort behandelt werden, hier muss Schaden und Nutzen gegeneinander abgewogen werden. Wird zum Beispiel ein sehr geringgradiger Befall im Herbst diagnostiziert und die Wassertemperaturen sind schon sehr niedrig, kann die Behandlung für die Fische eine erhebliche Belastung bedeuten. Auch ist der Übergang Kommensale und Parasit fließend.

Eine weitere Ursache sind Infektionen mit Bakterien und Pilzen:

Infektionen

Bakterielle Infektionen von Haut und/oder Kiemen können lokal begrenzt sein (z.B. nur kleine Stellen der Haut betreffen) oder auch im Rahmen einer systemischen Erkrankung auftreten. Verletzungen und Schädigungen der schützenden Schleimhaut durch verschiedene Faktoren können eine ideale Eintrittspforte für Keime bilden, ebenso wie alles, was das Immunsystem des Fisches schwächt. Neben dem Scheuern am Teichinventar zeigen sich oft auch Rötungen die mehr oder weniger flächig sind, offene Stellen, Flossendefekte, Hauttrübungen oder Schleimfetzen an der Hautoberfläche.

Meist lassen sich in einem solchen Fall fakultativ pathogene Bakterien wie Citrobacter, Aeromonas oder Pseudomonas spp. nachweisen. Es handelt sich also hierbei oft um Keime, die überall im Wasser vorkommen und nur dann Schäden anrichten, wenn sie durch Umstände wie oben beschrieben eine Gelegenheit dazu bekommen. Dabei muss nicht immer gleich der ganze Bestand betroffen sein, oft handelt es sich um eine Erkrankung einzelner Tiere. An der Schwere der Veränderung und der Anzahl der betroffenen Koi orientieren sich auch die Maßnahmen (lokale Therapie, systemische Therapie oder die Kombination daraus, eine Einzeltierbehandlung oder der ganze Bestand). Ist eine systemische Behandlung erforderlich, empfiehlt sich vorher eine bakteriologische Untersuchung mit Resistenztest, da so genau der Keim und das dazu passende Antibiotikum ermittelt werden können. Aufgrund der zahlreichen Resistenzen, die mittlerweile in Koiteichen zu finden sind, ist eine reine Verdachtstherapie oft unwirksam, kostet unnötig Zeit und belastet die Tiere zusätzlich.

Protozoen
Nippon-Direct – Protozoen

 

Pilze

Ein Pilzbefall, zumeist durch Saprolegnia, Achlya oder Aphanomyces zeigt sich meist in Form von flaumigen bis wattebauschartigen Belägen und lässt sich oft mit dem bloßen Auge diagnostizieren, ist allerdings nur als sekundär anzusehen, das heißt, dass zumeist eine bakterielle oder parasitäre Erkrankung zugrunde liegen. Außerdem können auch weitere Schädigungen der schützenden Schleimhaut wie Verletzungen oder schlechte Umweltbedingungen (z.B. Veränderungen des Wasser-pH-Wertes) sowie ein schlechter Allgemeinzustand der Grund für eine Pilzinfektion sein. Normalerweise ist der Hautschleim auf der Körperoberfläche ein ausreichender Schutz. In den meisten Fällen betrifft eine solche Pilzinfektion lediglich die Oberfläche von Haut und Kiemen, und dringt nicht in das Körperinnere vor. Für die Behandlung ist eine Identifikation und Behandlung der Grunderkrankung nötig. Eine sofortige mechanische Entfernung mit anschließender Desinfektion ist immer sinnvoll. Eine antimykotische Therapie ist aber zumeist nicht erforderlich.

Koi Karpfen mit Pilzbefall
Nippon-Direct – Koi Karpfen mit Pilzbefall

 

Die Gasblasenkrankheit in schwacher Ausprägung kommt als Ursache in Frage, wenn sie stärker ausgebildet ist sorgt sie wohl eher für Schmerzen als für Juckreiz.

Gasblasenkrankheit

Sie ist mit der so genannten Taucherkrankheit des Menschen vergleichbar. Für die Entstehung der Gasblasenkrankheit ist nicht ein einzelnes Gas, sondern die Summe aller gelösten Gase – der so genannte Gesamtgasdruck – verantwortlich. Damit es zu einem überhöhten Gesamtgasdruck kommen kann muss dieser nicht kompensierbar sein, das bedeutet es besteht keine Möglichkeit das Gas abzugeben.

Faktoren die die Anfälligkeit der Koi Karpfen beeinflussen, sind das Alter der Tiere sowie ihr Gesundheitszustand aber auch die Temperatur, die Einfluss auf die Stoffwechselaktivität hat. Da Fische in stetigem Austausch mit ihrem umgebenden Milieu Wasser sind, nehmen sie das Gas über die Kiemen in das Blut auf. Ändert sich nun die Stickstoff- oder Sauerstoffbindungskapazität zum Beispiel durch einen Temperaturanstieg d.h. die Bindungskapazität vermindert sich, so übersteigt damit die Gesamtgassättigung 100 % mit der Konsequenz, dass das Gas im Fischkörper ausperlt. Diese kleinen Gasblasen können sehr schmerzhafte Embolien in den kleinsten Kapillaren (hauptsächlich Kiemen, Flossen, Haut) verursachen. Dadurch wird auch die Blutversorgung in den Endstromgebieten dieser feinen Blutgefäße unterbrochen und Gewebeschäden (Nekrosen) entstehen. Hierbei kann eine akute und chronische (oft nahezu symptomlose) Form unterschieden werden. Scheuern und allgemeine Unruhe sind zu Beginn der akuten Verlaufs zu erwarten.

Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2)

Meist ist Stickstoff das entscheidende Gas, aber auch Sauerstoff kann verantwortlich sein. Symptome sind bei einem erhöhten Stickstoffpartialdruck schon bei niederen Werten als bei einer Erhöhung des Sauerstoffpartialdruckes zu erwarten. Probleme mit der Gassättigung sind in den verschiedensten Situationen zu erwarten. In Quell- und Grundwasser kommt teilweise ein erhöhter Stickstoffpartialdruck vor. Durch die Belüftung unter Druck, schnelle Wassererwärmung vor allem in den Uferzonen und bei häufigen und reichlichen Wasserwechseln mit niederer Wassertemperatur – da kaltes Wasser eine höhere Luftsättigung hat – besteht vermehrt die Gefahr der Entstehung der Gasblasenkrankheit. Bei Transporten kommt es durch die künstliche Anreicherung mit reinem Sauerstoff und Einleitung unter starkem Druck zu einer Übersättigung, besonders problematisch ist dies dadurch, dass es sich bei einem Transportbeutel um ein System handelt, aus welchem kein Gas entweichen kann. Auch beim Umsetzen der Fische aus mit Sauerstoff angereichertem Wasser in sauerstoffärmeres Wasser ohne Eingewöhnung kann es zum Ausperlen des Gases im Blut des Fisches kommen. Eine weitere Quelle für übermäßige Sauerstoffanreicherung sind Sauerstoff produzierende Algen (Photosynthese).

Allgemein kann festgestellt werden, dass eine Einleitung unter Druck stehenden Wassers Probleme bereiten kann, da durch diesen Druck zum Beispiel in der Wasserleitung das Gas nicht entweichen kann. Der Nachweis einer Gasübersättigung und somit der Grund für die Entstehung der Gasblasenkrankheit kann über eine Wasser- bzw. Gasdruckmessung erbracht werden. Diese Messung muss aber direkt vor Ort erfolgen, da es durch Transport und Lagerung zu Verfälschungen der Ergebnisse kommt. Abhilfe bei dieser Erkrankung kann nur über Wasserwechsel und Oberflächenbewegung oder Verwirbelungen geschaffen werden, da so die Gaskonzentration im Wasser reduziert werden kann. Stickstoff ist ein trägeres Gas als Sauerstoff und braucht deshalb länger um zu entweichen.

Koi Karpfen
Nippon-Direct – Warum sich Koi scheuern!

Wundheilung

Auch die Heilung von Wunden ist physiologisch mit Juckreiz verbunden, was wir ja auch selber kennen. Durch das Scheuern könnte diese natürlich auch gestört werden, oder eine Eintrittspforte für eine bakterielle Infektion entstehen. Wichtig ist es daher, den Fortschritt der Wundheilung durch gutes Beobachten zu verfolgen. Wenn keine der vorangegangenen Ursachen vorliegt, bleiben noch eine Reihe leider sehr unspezifischer und deshalb schlecht feststellbarer Ursachen. Auch schon geringe Veränderungen am Wasser können ein Unwohlsein der Fische zur Folge haben, welches sich auch in Unruhe und Scheuern zeigen kann. Die Änderung kann die Wasserwerte, wie zum Beispiel Ammoniak und Nitrit betreffen oder eine Änderung der Gassättigung durch z.B. Zuführen von reinem Sauerstoff. Dies kann auch schon bei kleinen Änderungen, die nicht im gesundheitsschädlichen Bereich liegen, der Fall sein. Falls also keine Parasiten zu finden sind, kommen noch weitere Ursachen in Frage, man sollte das Wasser untersuchen, aber auch darüber nachdenken, was sich am Koi-Teich verändert haben könnte. Abschließend sollte noch genannt werden, dass auch eine Kombination aus verschiedenen Faktoren vorliegen kann.

 

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Quelle: Koi Kurier Ausgabe 55 – Warum sich Koi scheuern! | Text & Bilder: Dr. med. vet. Werner Hoedt, Dr. med. vet. Friederike Weinzierl, Maite Schneider;

Bildnachweis: James Lee | Lizensiert via Unsplash
Mark Hang Fung So | Lizensiert via Unsplash

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